Die richtigen Preise für den Friseursalon zu berechnen ist eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen, die Sie treffen werden. Zu niedrige Preise führen zu Burnout ohne Ertrag. Zu hohe Preise ohne Begründung treiben Kunden weg. Diese Anleitung zeigt Ihnen einen klaren Weg zu nachhaltigen Preisen.
Kosten als Ausgangspunkt, nicht der Wettbewerb
Viele Friseurinhaber schauen zuerst, was die Konkurrenz verlangt — doch das ist der falsche Ansatz. Ihr Konkurrent hat möglicherweise andere Mieten, andere Lohnstrukturen oder macht unbewusst Verlust. Starten Sie mit Ihrer eigenen Kostenkalkulation.
- Zeit: Wie viele Minuten dauert die Leistung inklusive Vorbereitung und Aufräumen?
- Produkte: Welche Produkte verbrauchen Sie pro Kundin?
- Fixkosten: Miete, Energie, Software, Versicherung — geteilt durch die monatliche Terminanzahl.
So berechnen Sie den Selbstkostenpreis
Beispiel für eine Colorationsbehandlung:
- Stylistzeit: 2,5 Stunden × Ihr Stundensatz
- Produkte: ca. 15–25 € für Farbe, Toner und Entwickler
- Gemeinkostenanteil: z. B. 8 € pro Termin bei 1.200 € Fixkosten und 150 Terminen pro Monat
Liegt der Selbstkostenpreis bei 65 € und Sie möchten eine Bruttomarge von 40 %, sollten Sie mindestens 108 € verlangen. Passen Sie das an Ihre Marktposition an.
Was verlangt der Markt?
Wenn Sie Ihren Minimalpreis kennen, analysieren Sie den lokalen Markt. Schauen Sie sich Preislisten von Mitbewerbern an, prüfen Sie Instagram und Buchungsplattformen. Ihr Ziel: verstehen, wo Sie sich qualitativ positionieren möchten — nicht der günstigste zu sein.
Ein mittleres bis gehobenes Preissegment ist realistisch, wenn Sie ein professionelles Erlebnis bieten: Online-Buchung, automatische Erinnerungen und ein gepflegtes Ambiente.
Wertbasierte Preisgestaltung
Ihr Preis kommuniziert Qualität. Eine Coloration für 60 € in einem einfachen Salon fühlt sich anders an als dasselbe für 90 € in einem gepflegten Salon mit Online-Buchung, automatischen Erinnerungen und einem professionellen Auftreten.
Faktoren, die höhere Preise rechtfertigen:
- Fachausbildungen und Zertifikate
- Premium-Produkte (Olaplex, Wella Professionals, etc.)
- Online-Buchung rund um die Uhr
- Automatische Terminerinnerungen
- Kombinationsbuchungen für mehrere Leistungen in einem Termin
Preise erhöhen, ohne Kunden zu verlieren
Die meisten Saloninhaber lassen ihre Preise jahrelang unverändert — und werden durch steigende Kosten langsam ausgehöhlt. Faustregel: Preise jährlich überprüfen und um 5–10 % anheben.
So kommunizieren Sie eine Preiserhöhung:
- 4–6 Wochen Vorankündigung geben
- Sachlich bleiben: "Ab [Datum] passen wir unsere Preise an."
- Stammkunden kündigen selten wegen moderater Erhöhungen
- Neukunden kennen nur den neuen Preis
Buchungsdaten für bessere Preisentscheidungen
Datenbasierte Entscheidungen sind die besten Preisentscheidungen. Welche Leistungen sind immer ausgebucht? Welche laufen über die Zeit? Welche werden häufig als Zusatzleistung gebucht?
Mit DoTheBeauty pflegen Sie Preise, Dauer und Kategorien direkt pro Leistung — und jede abgerechnete Behandlung erzeugt Daten, die Sie auswerten können. Besuchen Sie unsere Preisübersicht und starten Sie kostenlos.
Häufig gestellte Fragen
DoTheBeauty Team
Experten für Salon-Software
Unser Team besteht aus Saloninhabern, Beauty-Profis und Softwareentwicklern, die ihr Wissen teilen.